Körperfett-Rechner
Berechnen Sie Ihren Körperfettanteil und verstehen Sie Ihre Körperzusammensetzung
Was ist der Körperfettanteil?
Der Körperfettanteil schätzt, welcher Anteil des Körpergewichts aus Fett besteht und welcher aus fettfreier Masse wie Muskeln, Knochen, Organen und Wasser. Er kann aussagekräftiger als BMI sein, wenn die Körperzusammensetzung verfolgt werden soll, weil zwei Personen mit gleicher Größe und gleichem Gewicht sehr unterschiedliche Muskel- und Fettverteilung haben können. Dieser Rechner unterstützt Umfangs- und BMI-basierte Schätzungen und eignet sich für Fitness-Tracking zu Hause, wenn Labormethoden nicht verfügbar sind. Messbandposition, Haltung, Flüssigkeitshaushalt, Mahlzeiten und konsequente Messweise beeinflussen den Wert. Ein einzelnes Ergebnis ist eine Schätzung, keine Diagnose. Für medizinische, sportliche oder präzise Zwecke sind Trends oder professionelle Tests wie DEXA sinnvoll.
Anleitung
Anleitung
- Wählen Sie die Berechnungsmethode (Navy ist genauer, BMI ist einfacher).
- Wählen Sie Geschlecht und Einheitensystem und geben Sie Alter, Größe, Gewicht und weitere Daten ein.
- Klicken Sie auf 'Berechnen', um Ihren Körperfettanteil, Ihre Fettmasse und fettfreie Masse anzuzeigen.
Messhinweise
- Körperfettformeln schätzen anhand indirekter Messungen; die Position des Maßbandes, die Körperhaltung, der Hydratationszustand und kürzliche körperliche Aktivität können das Ergebnis verändern.
- Verwenden Sie bei der Verlaufskontrolle stets dieselbe Methode und gleiche Messbedingungen.
Anwendungsfälle
Technisches Prinzip
Die Schätzung des Körperfettanteils basiert auf indirekten anthropometrischen Formeln, da die direkte Messung (Leichensektion durch Clarys, Martin und Drinkwater 1984) der einzige Goldstandard ist und selbst DEXA (Dual-Energy X-ray Absorptiometry) gegenüber einem Vier-Kompartiment-Modell um 1–3 % Körperfett abweicht. Die beiden Methoden dieser Seite decken den Feldschätzungs- und den Regressionsansatz ab. Die US-Navy-Methode, entwickelt von Hodgdon und Beckett am Naval Health Research Center 1984 und kodifiziert in OPNAVINST 6110.1, passt eine lineare Regression auf log10-transformierte Umfänge an: Männer KFA = 86,010 × log10(Taille − Hals) − 70,041 × log10(Größe) + 36,76; Frauen KFA = 163,205 × log10(Taille + Hüfte − Hals) − 97,684 × log10(Größe) − 78,387. Die Methode setzt voraus, dass die subkutane Fettverteilung der Haupttreiber ist, und ist am genauesten für normalgewichtige Erwachsene; bei adipösen oder extrem schlanken Personen erreicht der Restfehler ±5 % Körperfett, weshalb die US-Armee sie für Grenzfälle mit einem Bandmaßtest kombiniert. Die Deurenberg-Formel (Deurenberg, Weststrate und Seidell 1991, British Journal of Nutrition 65(2): 105–114) ist der Standard-BMI-basierte Schätzer: KFA = 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4, wobei Geschlecht = 1 für Männer und 0 für Frauen. Sie wurde aus einer niederländischen Kohorte von 1.229 Probanden abgeleitet und an einer separaten Population validiert, mit einem Reststandardfehler von etwa 4 % Körperfett. Der Alterskoeffizient reflektiert die gut dokumentierte Veränderung der Körperzusammensetzung mit dem Alter (Sarkopenie und viszerale Fettansammlung bei älteren Erwachsenen), und der Geschlechtskoeffizient reflektiert den Unterschied im essentiellen Fett. Die Deurenberg-Methode überschätzt den Körperfettanteil bei muskulösen Athleten (da BMI Muskel von Fett nicht unterscheiden kann) und unterschätzt bei älteren sarkopenischen Erwachsenen, sodass ein separates Körperzusammensetzungsmodell für diese Populationen das richtige Werkzeug ist. Die Seite zeigt beide Formeln, weil sie sich ergänzen: Navy ist eine Feldmessung und reflektiert die subkutane Verteilung, während Deurenberg eine Regression auf BMI und Alter ist. Die hier verwendeten ACE-Klassifizierungsbänder (American Council on Exercise) – essentiell 2–5 % Männer / 10–13 % Frauen, Athleten 6–13 % / 14–20 %, Fitness 14–17 % / 21–24 %, Durchschnitt 18–24 % / 25–31 %, Adipös ≥ 25 % / ≥ 32 % – sind die Verbraucherversion der WHO/NHANES-Bereiche, keine klinischen Schwellenwerte. Für einen Athleten liegt 10 % weit über dem Essentiellen; für einen sitzenden Erwachsenen sind 28 % dieselbe Zahl, aber das Risikoprofil ist sehr unterschiedlich. Eine nützliche Nuance: Impedanzbasierte Smartwaagen verwenden die BIA-Methode (Bioelektrische Impedanzanalyse) mit eigenen proprietären Gleichungen, häufig Segal 1988 oder Sun 2003, und können um 3–5 % Körperfett voneinander abweichen, weil die Hydratationsannahme unterschiedlich ist. Empfehlung: Für eine echte Körperzusammensetzungsanalyse sind DEXA (Goldstandard für Knochendichte und fettfreie/Fettmasse), BodPod (Luftverdrängungsplethysmografie, etwa 2 % Genauigkeit) oder hydrostatisches Wiegen (etwa 1,5 % Genauigkeit) vorzuziehen; anthropometrische Formeln sind das Feldwerkzeug, nicht das Laborwerkzeug.
- US-Navy-Methode (Hodgdon und Beckett, Naval Health Research Center, 1984; OPNAVINST 6110.1): Männer KFA = 86,010 × log10(Taille − Hals) − 70,041 × log10(Größe) + 36,76; Frauen KFA = 163,205 × log10(Taille + Hüfte − Hals) − 97,684 × log10(Größe) − 78,387.
- Deurenberg-Formel (Deurenberg, Weststrate und Seidell, British Journal of Nutrition 65(2): 105–114, 1991): KFA = 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4; Geschlecht = 1 männlich, 0 weiblich; Rest-SE ≈ 4 % Körperfett.
- ACE-Klassifizierungsbänder: Männer essentiell 2–5 %, Athleten 6–13 %, Fitness 14–17 %, Durchschnitt 18–24 %, Adipös ≥ 25 %; Frauen essentiell 10–13 %, Athleten 14–20 %, Fitness 21–24 %, Durchschnitt 25–31 %, Adipös ≥ 32 %; dies sind Verbraucherbereiche, keine klinischen Grenzwerte.
- Goldstandards: DEXA-Scan (1–3 % Restfehler vs. Vier-Kompartiment), BodPod (Luftverdrängungsplethysmografie, etwa 2 %), hydrostatisches Wiegen (etwa 1,5 %); Leichensektion (Clarys 1984) ist die einzige echte Referenz, mit 24–30 % Körperfett bei 12 Leichen.
- Bandmaßprotokoll: Hals am schmalsten Punkt unterhalb des Kehlkopfs, Taille am schmalsten Punkt oberhalb des Nabels für Männer, auf Höhe der Darmbeinkammfür Frauen (NIH-1998-Protokoll), Hüfte am breitesten Punkt; Bandmaß waagerecht, eng anliegend aber nicht drückend, Ende der Ausatmung; ein 1-cm-Fehler bei der Taille verschiebt das Ergebnis um etwa 1,5 % Körperfett.
- Fallstrick: BIA-Smartwaagen verwenden proprietäre Gleichungen (Segal 1988, Sun 2003) und setzen einen festen Hydratationsanteil (73 % fettfreie Masse) voraus; sie weichen um 3–5 % Körperfett voneinander ab, und die Annahme versagt bei dehydrierten Athleten, menstruierenden Frauen und Messungen nach dem Training.
- Hautfaltenmessung (Jackson-Pollock 1978, 3-Stellen oder 7-Stellen) ist die dritte gängige Feldmethode: Summe von 3 oder 7 Hautfalten in alters- und geschlechtsspezifische Regression eingesetzt, Rest-SE etwa 3,5 %; erfordert einen 7–10 mm Kaliper mit konstanter Spannung wie Harpenden oder Lange.
Beispiele
Mann – US-Navy-Methode
Eingabe: Größe 175 cm, Hals 38 cm, Taille 85 cm
Formel: %BF = 86,010 * log10(Taille - Hals) - 70,041 * log10(Größe) + 36,76
Ergebnis: ~18-19% (Durchschnittsbereich)
Nutzung: Schätzung per Maßband für Erwachsene; nicht gültig für Kinder oder SchwangereFrau – US-Navy-Methode
Eingabe: Größe 160 cm, Hals 33 cm, Taille 72 cm, Hüfte 96 cm
Formel: %BF = 163,205 * log10(Taille+Hüfte-Hals) - 97,684 * log10(Größe) - 78,387
Ergebnis: ~24% (Fitness-Bereich)
Nutzung: benötigt vier Messungen; Ergebnisse liegen bei den meisten Erwachsenen innerhalb von 3-4% des DXA-WertsBMI-Methode (Deurenberg)
Eingabe: BMI 24, Alter 30, Geschlecht männlich
Formel: %BF = 1,20 * BMI + 0,23 * Alter - 10,8 * Geschlecht - 5,4
Ergebnis: ~19-20% (Durchschnittsbereich)
Nutzung: schnelle Näherung, wenn nur Größe und Gewicht bekannt sind; weniger genau als Hautfalte oder DEXAFAQ
Welche Methode zur Körperfettberechnung wird verwendet?
Standardmäßig die Umfangsmethode der U.S. Navy: Der Körperfettanteil wird aus den Maßen von Taille, Hals und (bei Frauen) Hüfte sowie der Körpergröße geschätzt. Manche Seiten bieten zusätzlich die Jackson-Pollock-Hautfaltenmethode oder BMI-basierte Schätzungen an. Jede Methode hat ein eigenes Messverfahren – miss genau so, wie es die Formel vorsieht.
Wie genau ist eine umfangsbasierte Schätzung?
Bei gesunden Erwachsenen mit durchschnittlichem Körperbau liegt sie typischerweise innerhalb von ±3–4 % im Vergleich zu einem DEXA-Scan. An den Extremen (sehr schlanke Athleten, sehr stark übergewichtige Personen) verliert sie an Genauigkeit, weil die zugrunde liegende Regression an einer allgemeinen Bevölkerung kalibriert wurde. Nutze sie zur Trendverfolgung, nicht als klinische Messung.
Wie sollte ich die Maße nehmen?
Verwende ein flexibles Stoffmaßband, eng anliegend, aber nicht straff. Taille: auf Höhe des Bauchnabels, vollständig ausatmen. Hals: knapp unter dem Kehlkopf, das Band waagrecht halten. Hüfte (bei Frauen): an der breitesten Stelle. Stehe entspannt und spanne die Muskeln nicht an. Miss jede Stelle zweimal und bilde den Durchschnitt.
Welche Körperfettbereiche gelten als gesund?
Männer: essenziell 2–5 %, athletisch 6–13 %, fit 14–17 %, durchschnittlich 18–24 %, ab 25 % gilt als adipös. Frauen: essenziell 10–13 %, athletisch 14–20 %, fit 21–24 %, durchschnittlich 25–31 %, ab 32 % gilt als adipös. Der essenzielle Fettanteil bei Frauen ist aufgrund reproduktiver und hormoneller Bedürfnisse höher.
Warum ist mein Körperfettanteil höher, als mein BMI vermuten lässt?
Der BMI misst kein Fett, sondern setzt nur Masse ins Verhältnis zur Körpergröße. Eine schlanke Person mit wenig Muskeln (skinny-fat) kann bei normalem BMI einen hohen Körperfettanteil haben. Eine muskulöse Person kann einen hohen BMI bei niedrigem Körperfett aufweisen. Der Körperfettanteil ist die aussagekräftigere Zahl für das Gesundheitsrisiko.
Was ist der Unterschied zwischen essenziellem Fett und Speicherfett?
Essenzielles Fett ist das Minimum, das für Organschutz, Hormonproduktion und Stoffwechsel nötig ist (etwa 3 % bei Männern, 12 % bei Frauen). Speicherfett ist alles darüber – subkutanes Fett (unter der Haut) plus viszerales Fett (rund um die Organe). Viszerales Fett ist gesundheitlich kritischer.
Werden meine Messdaten hochgeladen?
Nein. Die Berechnung läuft in deinem Browser; nichts wird an einen Server gesendet. Beim Schließen oder Aktualisieren der Seite werden die Daten gelöscht.